Was treibt einen Sammler dazu an, Sammler zu sein? Was bestimmt seine Entscheidungen? Ist es die Leidenschaft für die Kunst, die Manie des Suchens oder das Glücksgefühl des Findens? Und wie finden unterschiedliche Arbeiten schließlich in einer einzigen Sammlung zusammen, um ein kohärentes und höchst individuelles Ganzes zu bilden?
Die Ausstellung LEBEN MIT KUNST entstand aus diesen Fragen und ist so konzipiert, dass die Räumlichkeiten der Galerie einer privaten Wohnung nachempfunden sind – die eines Sammlers. Die Architektur der Galerie eignet sich bestens für diese Erzählung und vermittelt dem Besucher das Gefühl, Gast in einer Kunstresidenz zu sein: diskrete Beobachter einer intimen, komplexen und raffinierten visuellen Geschichte.
So, wie ein Sammler über Jahre zusammenträgt, was ihm gefällt, findet sich in den Beständen von DIE GALERIE eine reiche und vielseitige Auswahl an Gemälden, Grafiken und Skulpturen aus über 40 Jahren Tätigkeit. Werke, die nicht durch kuratorische Kriterien miteinander verbunden sind, sondern durch sprachliche, emotionale und thematische Affinitäten – wie Teile eines fortlaufenden Dialogs zwischen Ästhetik und Erinnerung.
Jedes der hier versammelten Werke ist der Spiegel eines Weges, von Begegnungen und Entdeckungen, die sich im Laufe der Zeit verdichtet haben. Zeugnisse eines Lebens mit und für die Kunst – eines Lebens, das Moden überdauert, Erinnerungen bewahrt und Erfahrungen einfängt, wodurch das Sammeln zu einer Geste der Fürsorge und der Leidenschaft wird.
Am Ursprung von allem steht die Freude am Suchen und Erkennen, das Vergnügen am Wählen und Teilen. Diese Ausstellung zeigt einen Ausschnitt davon, wie eine Sammlung entstehen und, im Laufe der Zeit, mit Liebe und Hingabe wachsen kann. Eine Einladung, das Gezeigte zu genießen und vielleicht im Besucher den Wunsch zu wecken, seinerseits den eigenen Weg als Sammler zu beginnen.
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