Die Künstlergruppe CoBrA gilt trotz ihres kurzen Bestehens (1948 – 1951) als einer der wichtigsten Katalysatoren für die Kunstentwicklung nach 1945 in Europa. Der Zusammenschluss von Malern, Bildhauern und Poeten steht mit deren Ideen zur Kunst und Gesellschaft bis heute für den Aufbruch in eine neue Zeit. Als europäisches Phänomen – 1948 von Asger Jorn, Christian Dotremont, Joseph Noiret, Karel Appel, Jacques Constant und Corneille in Paris gegründet – kommt hier eine neue Künstlergeneration mit später über 50 Beteiligten aus 12 verschiedenen Nationen zusammen.Der Name CoBrAsteht für die Heimatstädte der Gründungsmitglieder: Copenhagen, Brüssel und Amsterdam. Gemeinsam wird eine neue Bildsprache entwickelt, die frei von bestehenden akademischen Konventionen ist. Zu den idealen Gestaltungsprinzipien zählen die Kunst indigener Völker, die Bildwelten der nordischen Mythologie, in kindlicher Unbefangenheit formulierte Zeichnungen sowie die Bildmittel der Folklore. Mit der Wiederbelebung des Expressionismus und der Abkehr vom dominierenden Surrealismus versöhnen die Künstler in ihrem Schaffen Abstraktion und Figuration. CoBrA steht für das Intuitive und Spontane in der Kunst und lehnt den bestehenden Begriff der Ästhetik ab. Über die europäische Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts hinaus hinterlässt CoBrA nach der Auflösung wegweisende Impulse, viele der Mitglieder feiern zeitlebens große Erfolge und erreichen internationale Anerkennung.
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