Max Ackermann war ein wegweisender Vertreter der abstrakten Kunst in Deutschland. Nach einer vielseitigen Ausbildung u. a. bei Henry van de Velde, Franz von Stuck und Adolf Hölzel entwickelte er eine eigenständige Bildsprache zwischen Figuration und Abstraktion. Ab den 1930er Jahren lehrte er in Stuttgart und gründete ein „Seminar für Absolute Malerei“. Während der NS-Zeit als „entartet“ verfemt, zog er sich an den Bodensee zurück und arbeitete dort weiter an seiner Vision einer gegenstandslosen Kunst. In seinem Spätwerk experimentierte er mit leuchtenden Farben, Acryl und Pastell – stets auf der Suche nach einer universellen Ausdrucksform.
1887: Max Ackermann wird am 5. Oktober in Berlin geboren.
1906–1907: Studium in Weimar bei Henry van de Velde. Studien bei Hans Olde, Ludwig von Hofmann und Sascha Schneider. Mehrjähriges Stipendium durch den Großherzog Wilhelm von Sachsen-Weimar.
1909–1910: Besuch der Malklasse von Franz von Stuck an der Münchner Kunstakademie.
1912: Folgenreiche Begegnung mit Adolf Hölzel.
1936: ihm wird Lehrverbot erteilt und in der Württembergischen Staatsgalerie werden Grafiken, sowie Gemälde als entartet beschlagnahmt.
1939: Gründung eines Seminars für „absolute Malerei“ an der Stuttgarter Volkshochschule.
1943: Verlust des Stuttgarter Ateliers durch Bombardements. Große Teile des Frühwerkes verbrennen.
1957: Baden Württemberg verleiht ihm ehrenhalber den Professorentitel.
1964: Ehrengast der Villa Massimo in Rom.
1972: Zum 85. Geburtstag wird Ackermann das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.
1975: Am 14. November stirbt Max Ackermann.
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