Igor Mitoraj

Biografie

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Igor Mitoraj wurde 1944 im Erzgebirge geboren und wuchs in Polen auf. Nach dem Abschluss seines Kunststudiums in Krakau, zog der Künstler nach Paris und schrieb sich an der École Nationale Supérieure des Beaux Arts ein. Nach einer Reise nach Pietrasanta und den berühmten Steinbrüchen von Carrara in Italien richtete Mitoraj 1983 sein Atelier in Pietrasanta ein, wo er neben Paris und Südfrankreich bis zu seinem Tod im Jahre 2014 lebte und arbeitete.

In seinen Skulpturen verbindet Igor Mitoraj das antike Ideal der vollkommenen ewigen Schönheit mit dem Motiv der Vergänglichkeit und stellt die Idee der weltlichen Perfektion infrage. Schönheit und Harmonie liegen für Mitoraj in der menschlichen Unvollkommenheit und Zerbrechlichkeit. Er fertigt seine Skulpturen nach klassisch griechischen, römischen und italienischen Vorbildern. Ihre Makellosigkeit ist jedoch getrübt: Teile der Köpfe scheinen abgebrochen zu sein, und Bandagen lassen auf Verletzungen der einst so tadellosen Körper schließen. Leere Augenhöhlen und beschädigt wirkende Oberflächen verstärken diesen Effekt. Dieser bewusste Bruch, die Verbindung von Schönheit und weltlicher Zerbrechlichkeit, zeichnet Mitorajs Schaffen aus.

1944: Igor Mitoraj wird in Oederan, Deutschland, als Sohn einer polnischen Mutter und eines französischen Vaters geboren.

1945: Zieht mit seiner Mutter nach Krakau.

1965: Beginnt sein Studium an der Krakauer Kunsthochschule und an der Krakauer Kunstakademie bei Tadeusz Kantor.

1967: Erste Einzelausstellung in der Galerie Krystofory.

1968: Zieht nach Paris und setzt sein Kunststudium an der École nationale supérieure des beaux-arts fort.

1972: Besucht Mexiko.

1974: Kehrt nach Paris zurück und beginnt, sich auf skulpturale Arbeiten zu konzentrieren.

1976: Einzelausstellung mit Skulpturen in der Galerie La Hune in Paris.

1979: Reise nach Carrara, Italien, und erste Verwendung von Marmor als Material für seine Kunst.

1983: Gründung seines Ateliers in Pietrasanta.

2014: Igor Mitoraj stirbt am 6. Oktober in Paris.

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