Igor Mitoraj gehört zu den führenden zeitgenössischen Bildhauern Europas: Seine Werke sind in den bedeutendsten privaten und öffentlichen Sammlungen weltweit zu finden, sie sind selten und auf dem Kunstmarkt sehr gefragt – als Inbegriff westlicher Ästhetik und Philosophie verzaubern sie überall, wo sie zu sehen sind, sei es inmitten der modernen Architektur von La Défense, in Canary Wharf in London, im mittelalterlichen Zentrum von Pietrasanta in der Toskana, am Flusslauf der Regnitz in Bamberg, im antiken Valle dei Templi in Agrigent auf Sizilien oder vorübergehend – wie 2013 von DIE GALERIE organisiert – im Auswärtigen Amt in Berlin. Die deutlich wahrnehmbare Dialektik in Mitorajs Skulpturen liegt zwischen der Verehrung des antiken Ideals vollendeter Perfektion und der Ablehnung seiner Unantastbarkeit. Darüber hinaus verkörpern Mitorajs Bronzeskulpturen, die sich auf die Ideale der Antike berufen, visuell eine zutiefst europäische Weltanschauung, die sich an den Interessen, Werten und der Würde der Menschheit orientiert. Diese humanistische Haltung basiert auf den Prinzipien der Toleranz, des Friedens und der Freiheit. Darüber hinaus vermitteln Mitorajs Skulpturen visuell die Mission und Leitlinien der Universität als Ort der Lehre und Wissenschaft, der von humanistischen Ideen geprägt ist.
1944: Igor Mitoraj wird in Oederan, Deutschland, als Sohn einer polnischen Mutter und eines französischen Vaters geboren.
1945: Zieht mit seiner Mutter nach Krakau.
1965: Beginnt sein Studium an der Krakauer Kunsthochschule und an der Krakauer Kunstakademie bei Tadeusz Kantor.
1967: Erste Einzelausstellung in der Galerie Krystofory.
1968: Zieht nach Paris und setzt sein Kunststudium an der École nationale supérieure des beaux-arts fort.
1972: Besucht Mexiko.
1974: Kehrt nach Paris zurück und beginnt, sich auf skulpturale Arbeiten zu konzentrieren.
1976: Einzelausstellung mit Skulpturen in der Galerie La Hune in Paris.
1979: Reise nach Carrara, Italien, und erste Verwendung von Marmor als Material für seine Kunst.
1983: Gründung seines Ateliers in Pietrasanta.
2014: Igor Mitoraj stirbt am 6. Oktober in Paris.
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