Nummeriert und handsigniert

Die künstlerische Druckgrafik erlebt momentan in der öffentlichen Wahrnehmung eine Renaissance – für Künstler, die darin eine eigene Ausdruckssprache fanden, war sie aber immer schon von besonderem Reiz. Diese erschaffen ganz eigenständige Werke. Sei es Flach-, Tief- oder Hochdruck, sei es die Bevorzugung der grafischen Linie oder der farbigen Fläche, die Möglichkeiten der Techniken sind unerschöpflich, komplex, handwerklich anspruchsvoll. Anders als in der eremitären Abgeschiedenheit eines Ateliers arbeitet der Künstler bei der Umsetzung seiner grafischen Ideen in der Regel eng mit einem spezialisierten Drucker zusammen, erweitert so sein Spektrum. Eine Vervielfältigung erlaubt dem Künstler aber auch, einen größeren Kreis an Menschen anzusprechen als mit einem singulären Unikat.

Die Geschichte von DIE GALERIE und Peter Femferts Engagement für die Kunst haben in den ausgehenden 1970er Jahren ihre Anfänge in eben der druckgrafischen Kunst. Diese Zeit war getragen von dem Ideal, mit der Kunst jeden erreichen zu können; die elitäre Vorstellung vom Sammeln von Kunst wurde demokratisiert und so zum Grundstein mancher großen, berühmten Privatsammlung. Als Verleger arbeitete Peter Femfert mit einer Vielzahl von international renommierten Künstlern zusammen. Die Ausstellung mit dem Titel Nummeriert und handsigniert geht bis in diese Zeit zurück und präsentiert unter anderen Editionen von Valerio Adami, Miguel Berrocal, Corneille, Friedensreich Hundertwasser, andererseits aber auch Druckgrafiken jüngerer, zeitgenössischer Künstler aus dem Programm von DIE GALERIE.

Weniger als ein Glossar über die verschiedensten technischen Möglichkeiten angelegt, will sie vielmehr in annähernd 90 Holzschnitten, Radierungen, Lithografien und Serigrafien der Fülle des Ausdrucks Raum geben und zum „Stöbern“ einladen.

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