Ein Überblick über das OEuvre des deutschen Malers Max Ackermann (1887-1975) ist wie ein Spaziergang durch die Kunst des 20. Jahrhunderts nur die erneuerte Figuration der 1970er Jahre wollte Max Ackermann nicht adaptieren, längst hatte er da seine ureigene Kunstauffassung und Bildsprache in der Abstraktion, hatte Einfluss und Anerkennung in der Öffentlichkeit gefunden. Trotzdem zählt der Künstler, dessen Name unverrückbar mit den künstlerischen Avantgardebewegungen in Stuttgart verbunden wird, zu den in den Hintergrund geratenen Pionieren der frühen Abstraktion. Er wird zudem oft einseitig auf seine abstrakte Schaffensphase der 1940 bis 1970er Jahre reduziert. Tatsächlich aber umspannt ein verwobener Pfad, ein pendelnder Dualismus zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, Max Ackermanns künstlerischen Weg bis in die Jahrhundertmitte hinein. So kann der Betrachter ausgiebig durch die Kunstgeschichte flanieren, vom Jugendstil, den Ackermann während seines Studiums bei Henry van de Velde in Weimar kennengelernt hat, über den Verismus, Ausdruck seiner Erfahrungen im und nach dem Ersten Weltkrieg, über den Aufbruch in die Abstraktion und der von Adolf Hölzel beeinflussten „Absoluten Malerei“, weiter über herrliche Strandszenen aus dem Bodensee-Exil bis hin zu „Klangbildern“, „Inselbildern“, „Überbrückten Kontinenten“ und schließlich „Rotationen“, „Wächtern“ und völlig freien „Kompositionen“.
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