Poet – das ist Karl Otto Götz (*1914) durch und durch: als Autor zahlreicher Gedichte, aber mehr noch als Maler, der es vermag, seine poetischen Reflexionen auf die Leinwand zu bannen.
1948 schließt sich Götz als einziges deutsches Mitglied der Gruppe CoBrA an und beteiligt sich an deren Ausstellungen in Amsterdam und Lüttich.Von surrealistischen Techniken ausgehend, münden seine experimentellen Ansätze Anfang der 1950er Jahre in das in Deutschland aufkeimende Informel, dessen Leitfigur er wird.
Nach sorgsamer Vorarbeit bringt er in einem systematisierten Prozess mit Pinsel und Rakel in der ihm eigenen Technik die Farbe auf die Leinwand und vollzieht damit die Auflösung des klassischen Formprinzips. So entstehen ausdrucksstarke, gestische, zwischen Zufall und Methodik changierende Kompositionen.
In diesem Jahr feierte der Künstler seinen 100. Geburtstag und kann auf ein ereignisreiches Leben, ein vielschichtiges Werk und eine nachhaltige, 60-jährige Gestaltung der westdeutschen Kunstlandschaft blicken. DIE GALERIE schließt sich an und präsentiert den Ausnahmekünstler
K. O. Götz in einer umfassenden Retrospektive.
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