Beate Debus – Form und Figur

Mit der Ausstellung Beate Debus – Form und Figur präsentiert DIE GALERIE eine neue Zusammenstellung von Werken der deutschen Bildhauerin aus unterschiedlichen Schaffensphasen und veranschaulicht somit die Entwicklung ihrer Formensprache von der Figuration bis hin zur Abstraktion. Nur eines ist im Laufe der Jahre in Beate Debus‘ (*1957) Œuvre konstant geblieben: ihre Faszination für die menschliche Gestalt. Während die anthropomorphen Formen in den frühen Arbeiten klar und deutlich zu erkennen sind, findet bald ein radikaler, stilistischer Richtungswandel statt und die teilweise massiven, gedrungenen Körperglieder der in sich ruhenden Figuren verwandeln sich in abstrahierende, filigranere und von einer außerordentlichen Dynamik geprägte Linien, die mit ihren tänzerischen Bewegungen in den Raum hinein greifen. Doch genauso wie unser Gehirn in der Lage ist, ein bekanntes Wort aus einem wirren Buchstabengemisch herauszulesen, erkennt auch unser Auge, trotz des Abstraktionsprozesses, die in Debus‘ Skulpturen verborgenen Menschengestalten. Ein breites Spektrum an menschlichen Gefühlen wird von den gesichtslosen und doch in ihrer Gestik so ausdrucksvollen Plastiken zum Vorschein gebracht, sodass zwischen Betrachter und Kunstwerk eine Verbindung auf emotionaler Ebene stattfindet: Indem die Künstlerin den menschlichen Körper darstellt, deckt sie auch dessen Seele auf.      

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