„Ich gehe an jedes Bild mit der Hoffnung auf eine Farbe heran. Alles dreht sich um das Auftauchen dieser Farbe.“
Alain Clément, 1989
Geprägt vom intensiven Farb- und Lichtspiel der Natur in seiner Heimat Nîmes, in der der französische Maler und Bildhauer Alain Clément (*1941) neben Paris und Berlin lebt und arbeitet, sucht er in seinen Bildern Farbe und Licht zu einer unauflöslichen Einheit zusammenzuführen. Seine Malereien ziehen den Betrachter durch ihre subtile Transparenz und Strahlkraft in ihren Bann. Der ehemalige Direktor der École des Beaux-Arts in Nîmes strebt in seinen Werken nach einer Harmonisierung der Formen, verwendet einerseits streng geometrische Elemente und lässt andererseits geschwungene, breite Bänder über die Bildfläche gleiten. Ist es anfänglich noch die Figuration, die den jungen Autodidakten Ende der 1960er Jahre formt, so ist er innerhalb von fünf Jahrzehnten des Sehens, des Lernens, der Erfahrung und der intellektuellen Auseinandersetzung in der Abstraktion angekommen.
Im Jahr 1998 transportiert der Künstler sein malerisches Gedankengut schließlich in den Raum und schafft seine erste Plastik. Seitdem stehen seine überwiegend monochromen, farbintensiven Reliefs und Skulpturen aus Stahl in engem Dialog zu seinen Gemälden und Gouachen.
Die erstmalige Ausstellung Alain Cléments in DIE GALERIE würdigt mit rund 50 Werken aus den Jahren 1997 bis 2014 einen Künstler, der in der internationalen Kunstlandschaft seit vielen Jahren eine feste Größe ist und dessen Arbeiten nicht nur im Centre Pompidou, sondern auch in den Sammlungen der Kunsthallen Hamburg und Bremen vertreten sind.
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