Raymond E. Waydelich

Biografie

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1938 in Straßburg geboren, machte Raymond Emile Waydelich seine ersten Schritte in der Kunstwelt in der Werkstatt seines Vaters, wo er zum Holzbildhauer ausgebildet wurde. Ab 1953 besuchte Waydelich die Ecole des Arts Décoratifs in seiner Heimatstadt und später die Ecole Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris. In den frühen 1960er Jahren diente er als Armeefotograf in Algerien. Dort entstanden erste Fotoreportagen von Ausgrabungsstätten und er begann allmählich, die Archäologie in seine künstlerische Arbeit mit einzubeziehen. Es folgten weitere Reisen, unter anderem nach Tunesien, Marokko, Griechenland und in die Türkei. All die gesammelten Eindrücke und Erfahrungen spielen eine wesentliche Rolle in seinem Schaffen. Schlussendlich bliebt jedoch seine Heimatregion, das Elsass, Raymond Waydelichs größte Liebe und ist häufig Schauplatz seiner Bilder.

In seiner Kunst vereint Waydelich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ein wesentlicher Meilenstein seiner Karriere war die Aktion „Gruft der Zukunft“ 1995, die sich in sein Projekt Archäologie der Zukunft einreiht. Eine ebenso zentrale Rolle in Waydelichs Werk spielt die Gestalt der 1876 geborenen Schneiderin Lydia Jacob, auf deren Tagebuch der Künstler 1973 auf einem Flohmarkt durch Zufall stieß. Ab dem Moment dieser unerwarteten Entdeckung beschloss Raymond Waydelich, Lydia Jacob wieder aufleben zu lassen, indem er sie zur Protagonistin seiner phantasievollen Bilderzählungen machte.

In einer beeindruckend vielfältigen Palette unterschiedlicher Medien begegnen sich verschiedene räumliche und zeitliche Ebenen, die von bizarren, zuweilen sprechenden Tierwesen, Kreaturen aus der klassischen Mythologie, historische Persönlichkeiten und Ikonen der Popkultur gleichermaßen bewohnt und belebt werden.

1938: Raymond Waydelich wird in Straßburg-Neudorf geboren.

1953–1959: Studium an der École d’Arts Décoratifs in Straßburg und Paris.

1959–1962: Arbeitet als Armeefotograf in Algerien.

1961: Erste Fotoreportage über römische Ausgrabungsstätten in Algerien.

Ab 1970: Verschiedene Reisen, unter anderem nach Nordtunesien, Marokko, in die Türkei und nach Griechenland, Studien zur Kunst in der Archäologie.

Ab 1974: Einzelausstellungen in Frankreich, Deutschland und der Schweiz.

1978: Präsentation des Projekts L‘ Homme de Frédehof im französischen Pavillon auf der Biennale in Venedig.

1986: Lydia Jacob Story im Musée des Beaux-Arts in Mulhouse und Retrospektive im Centre National des Arts Plastiques in Paris.

1997: Kunstveranstaltung Memoria -3790 after Christ auf der Documenta X in Kassel.

Raymond E. Waydelich verstarb am 9. August 2024 in Straßburg.

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