Licht ist Form und Farbe; Licht ist die Quelle des Lebens und der Energie; Licht ist Inspiration. So könnte man das Werk des dänischen Malers und Mitglieds der CoBrA-Gruppe, Carl-Henning Pedersen (1913–2007), zusammenfassen. Pedersenhat seinen ganz eigenen Weg gefunden, die vibrierende Energie des Sonnenlichts und die breite Farbpalette – seine wichtigsten Inspirationsquellen – zum zentralen Element seiner Kunst zu machen. Carl-Henning Pedersen begann schon früh in seinem Leben Gedichte zu schreiben, doch erst als er die Malerin Else Alfelt kennenlernte, mit der er bis zu ihrem Tod 1974 verheiratet war, entdeckte er seine Leidenschaft für die Malerei und eignete sich diese als Autodidakt an. Es dauerte nicht lange, bis er seinen einzigartigen Sinn für Form und Farbe, für die Poesie in Bildern entwickelte. Obwohl man in Pedersens Bildern Spuren des pulsierenden Malstils von Künstlern wie Kandinsky, Klee oder Chagall finden kann, unterscheidet sich seine Motivwelt stark von der ihrer. Die mystischen Wesen, die aus dem Hintergrund seiner Bilder hervorspringen, um dann vom Boden verschluckt zu werden, haben ihre Wurzeln in der nordischen Mythologie und zaubern eine eigene, einzigartige Traumwelt voller Visionen.
1913: Geboren in Kopenhagen, Dänemark.
1933: Lernt die Malerin Else Alfelt an der Internationalen Volkshochschule in Helsingør kennen und heiratet sie 1934. Von ihr inspiriert, beginnt er zu malen und bleibt sein Leben lang Autodidakt. Kommt mit der dänischen Avantgarde in Kontakt.
1936: Nimmt mit vier abstrakten Gemälden an der Herbstausstellung der Künstler in Kopenhagen teil.
1939: Erste Reisen nach Frankreich und Deutschland, wo er sich mit moderner Kunst beschäftigt; besucht die Ausstellung Entartete Kunst.
1941-45: Autor und Mitherausgeber der Kunstzeitschrift Helhesten zusammen mit Else Alfelt, Ejler Bille, Henry Heerup, Egill Jacobsen, Robert Jacobsen und Asger Jorn.
1942–49: Mitglied der Künstlergruppe Høst, zusammen mit Karel Appel, Corneille und Asger Jorn.
1948–51: Mitglied der CoBrA-Gruppe; nimmt an der ersten Ausstellung der Gruppe im Stedeijk Museum Amsterdam und an der letzten im Palais des Beaux-Art in Lüttich, Belgien, teil; nimmt an der Biennale in Venedig teil.
1958: Erhält den internationalen Guggenheim-Preis für Dänemark; baut ein Atelier in Bovbjerg, Dänemark.
1962: Teilnahme an der Biennale in Venedig und an der Biennale in Sao Paulo; erhält den UNESCO-Preis.
1964: Fertigstellung des Mosaik Wandbildes „The Cosmic Ocean” für das H. C. Ørsted Institut der Universität Kopenhagen.
1966-68: Schafft ein 5 x 200 m langes Keramik Wandbild für die Angli-Fabrik, heute Teil des Kunst Museums Herning.
1970: Bühnenbild für die Oper „Wozzeck” von Alban Berg; vertritt Dänemark auf der Expo in Osaka, Japan.
1974: Tod seiner Frau Else Alfelt.
1975: Folgt einer Einladung in die Künstlerkolonie Michkenot Sha’ananim in Jerusalem, wo er seine zweite Frau, die Fotografin Sidsel Ramson, kennengelernt; das Paar lässt sich in Barbizon bei Paris nieder.
1975-76: Schafft ein Keramik Wandbild aus 1000 Fliesen für das Carl-Henning-Pedersen- und Else-Alfelt-Museum in Herning, Dänemark, dem er den größten Teil seiner und Else Alfelts Werke schenkt; das Museum wird 1976 eröffnet.
1977: Zieht nach Burgund.
1980: Erhält die Prinz-Eugen-Medaille.
1983: Enthüllung des bemalten Glasfensters „Das Licht der Freiheit” für das Museum des dänischen Widerstands in Kopenhagen; beginnt mit der Ausschmückung der Kathedrale von Ribe, Dänemark.
1998: Auftrag zur Anfertigung von vier großformatigen Gemälden für den Spiegelsaal im Amt des Ministerpräsidenten, Christiansborg, Kopenhagen.
2007: Stirbt in Frederiksberg, Dänemark.
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