Die 1975 geborene Ann-Christine Woehrl ist eine deutsch-französische Fotografin. Sie studierte Fotografie in Paris, wo sie begann, für die Fotojournalisten David Turnley und Reza sowie für die Fotoagentur Magnum zu arbeiten. Der Schwerpunkt ihres Werks liegt auf soziokulturellen und soziopolitischen Themen rund um den Globus, die sie nach Lateinamerika, Afrika und Asien führten. In ihren jüngsten Arbeiten befasste sie sich insbesondere mit den Themen der Menschen- und Frauenrechtsverletzungen.
Zwischen 2012 und 2014 entwickelt sie IN/VISIBLE, ein internationales Projekt über Überlebende von Säureangriffen, das in Museen, Galerien und auf Fotofestivals weltweit ausgestellt wurde. Von 2015-2016 setzt sie sich mit dem Genozid in Kambodscha auseinander und produziert die Serie SHADED MEMORIES. Zwischen 2017 und 2019 realisiert sie ihr Langzeitprojekt DER FRIEDEN TRÄGT DEN NAMEN EINER FRAU über den Reintegrationsprozess von sechs ehemaligen FARC-Kämpferinnen zurück in die kolumbianische Gesellschaft. Mit dem zwischen 2009 und 2013 entstandenen Fotoprojekt WITCHES IN EXILE untersucht Woehrl die Praxis der Ausgrenzung ghanaischer Frauen, die der Hexerei beschuldigt wurden, aus ihren Familien und Gemeinden. Auf einer Reise durch Ghana bis Burkina Faso im Jahr 2005 setzte sich die Künstlerin mit der zeitgenössischen Hexenverfolgung auseinander und zeigt diese Frauen in einer eindringlichen, konzeptionellen Porträtserie in ihrer ganzen Würde und Verletzlichkeit – und mit all ihrem Stolz.
Die Künstlerin lebt und arbeitet in München.
1975: In München geborenen
1981-1994: Rudolf-Steiner-Schule, München.
1994_1995: Assistentin von David Turnley, Paris, Frankreich.
1995: Praktikum bei der Agentur Magnum Photos in Paris, Frankreich.
1995-1996: Fotografie-Schule Mi 21, Paris.
1995-1996: Laborarbeiten für Reza, Paris, Frankreich.
Seit 1997: Freischaffend.
Site managed with ARTBUTLER