Karel Appel war ein niederländischer Maler, Bildhauer und Dichter und gehörte zu den Gründern der CoBrA-Gruppe (1948–1951), einer Avantgarde-Bewegung, die Spontaneität, Farbe und Ausdrucksfreiheit feierte. Seine Kunst, geprägt von dynamischen Gesten und leuchtenden Farben, spiegelt einen instinktiven und ursprünglichen Zugang zur Malerei wider, inspiriert von Kinder- und Volkskunst. Appel war international tätig, stellte in Museen und Galerien weltweit aus und etablierte sich als eine der bedeutendsten Figuren des europäischen Expressionismus der Nachkriegszeit.
1921: Karel Appel wird am 25. April in Amsterdam geboren.
1940 – 1943: Studium an der Akademie für Schöne Künste in Amsterdam, wo er auch den niederländischen Künstler Corneille kennenlernt.
1948: Gründung der holländischen Gruppe für experimentelle Kunst (Nederlandse Experimetele Groep) mit Corneille und Constant. Aus dieser Gruppe geht im selben Jahr die Gruppe CoBrA hervor.
1949:Erster öffentlicher Auftrag für eine Wandmalerei für das Amsterdamer Rathaus. Das Ergebnis erwirkt bei der Öffentlichkeit Protest und muß mit Tapete abgedeckt werden.
1951: Umzug nach Paris.
1954: Gestaltung von Glasfenstern für Kirchen in Geleen und Zaandam und für das Wandbild des UNESCO-Gebäudes in Paris. Dafür wird Appel auf der Biennale von Venedig ausgezeichnet.
1960: Verleihung des Internationalen Preis der Guggenheim Foundation.
Ab 1960: Verstärkte Konzentration auf den abstrakten Expressionismus und Abwendung von der figurativen Darstellung.
Ab 1994/ 95: Hauptsächliche Arbeit in der Bühnengestaltung an der niederländischen Oper. 1994 kreiert der Künstler einen Entwurf für das Bühnenbild der Oper „Noach“ und 1995 die Ausstattung von Mozarts „Zauberflöte“ an der Nederlandse Opera.
1995: Umzug nach New York und Zürich.
2006: Karel Appel stirbt am 3. Mai in Zürich.
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