Marino Marini

Biografie

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Marino Marini (1901–1980) zählt zu den bedeutendsten italienischen Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Geboren in Pistoia, studierte er an der Accademia di Belle Arti in Florenz und lehrte später selbst an renommierten Kunstakademien, unter anderem in Mailand. Früh setzte er sich intensiv mit der etruskischen und klassischen Skulptur auseinander, deren archaische Klarheit sein Werk nachhaltig prägte.

International berühmt wurde Marini durch sein Leitmotiv von Reiter und Pferd, das er seit den 1930er-Jahren in immer neuen Variationen gestaltete. Die zunächst harmonischen Gruppen steigern sich im Laufe der Zeit zu expressiven, von Spannung und Instabilität geprägten Figuren – Sinnbilder existenzieller Erschütterung im Zeitalter von Krieg und Umbruch.

Neben der Skulptur schuf Marini ein umfangreiches malerisches und grafisches Œuvre. Seine reduzierte, kraftvolle Formensprache verbindet archaische Strenge mit moderner Abstraktion. Heute gelten seine Werke als Schlüsselposition der europäischen Moderne und sind in bedeutenden Museen und Sammlungen weltweit vertreten.

1901: Geboren am 27. Februar 1901 in Pistoia, Italien.

1917: Besuch der Accademia di Belle Arti in Florenz.

1922: Verlagerung seines Schwerpunkts von Malerei und Enkaustik zur Bildhauerei.

1928: Erste Teilnahme an der Biennale in Venedig.

1929: Ernennung zum Lehrer an der Villa Reale in Monza bei Mailand.

1935: Auszeichnung der Quadriennale in Rom.

1943: Sein Atelier wird während des Krieges zerstört; Umzug in die Schweiz.

1954: Auszeichnung der Accademia dei Lincei.

1973: Eröffnung des Marino-Marini-Museums in der Galleria Civica d’Arte Moderna in Mailand.

1980: Marino Marini stirbt am 6. August 1980 in Viareggio.

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