Der italienische Bildhauer Riccardo Cordero (*1942) arbeitete nachAbschluss seines Kunststudiums
an der Accademia Albertina di Belle Arti als Künstler und hatte Lehraufträgean den KunsthochschulenTurin, Bologna und Mailand. DenLehrstuhl in Turin hatte er bis 2000inne. 1978 und 2011 war Corderomit einer Einzelausstellung auf der Biennale in Venedig vertreten. Heutelebt und arbeitet er als international renommierter Künstlerin Turin. Seine oft monumentalen abstrakt-geometrischenBronze- und Stahlplastiken sind auf der ganzen Welt zu finden,unter anderem in China, Taiwan, den USA, Deutschlandund Italien. Sie lassen sich der konkreten, konstruktiven Kunst
zuordnen, auch wenn Cordero vom amerikanischen Expressionismus wie vom italienischen Futurismus und dem Turiner Barock gleichermaßen geprägt wurde. Seine ausgewählten Skulpturen der Ausstellung Universum sind inspiriert von astronomischen Objekten und Himmelsphänomenen
und tragen Titel wie Stern, Meteorit, Supernova oder unendlicher Kosmos. Ineinander verschlungene Linienkonstruktionen veranschaulichen die Relativität physikalischer Kräfte und lassen durch Leerräume transzendenten Raum sichtbar werden. Seine Skulpturen bilden sich aus ineinandergreifenden Linien und verschachtelten Einheiten, die die Idee vermitteln, dass das Universum auch in der kleinsten Einheit enthalten ist. Das gefundene Gleichgewicht aus Linie und Raum bleibt durch Perspektivänderungen variabel und betont auf diese Weise die Bewegung im Spiel der Möglichkeiten. Durch den Rhythmus und die Dynamik eines dreidimensionalen Stahlgebildes wird Raum und Zeit erlebbar und das Eintauchen in das Universum denkbar.
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